Hier kommen die "Spielregeln" für den Kulturspaziergang:

Die meisten Orte sind bestuhlt, einige wenige nicht. 
Keine Stühle gibt es: 103er Freizeittreff, Münchenstift St. Martin
An den anderen Orten gibt es Stühle, ....aber Ihr könnt gerne auch eure Picknickdecke/den Klappstuhl mitnehmen.

Eine FFP-2-Maske (die am Platz abgenommen werden kann).

Die Kontaktdaten und gute Laune. 

Kein Test - wenn die Zahlen so bleiben. Falls sich etwas ändert sagen wir es euch hier und auf facebook.

 

Wir haben so großartige Musiker*innen an außergewöhnlichen Orten. Durchstreift das Viertel zwischen den Konzerten auf eigene Faust, zu Fuß oder mit dem Fahrrad - denn Obergiesing ist einfach schön!

Ach ja - und der Eintritt ist frei. Zehn Konzerte - acht Orte - viel Freude - und alles ganz entspannt.

Vom Viertel fürs Viertel!

Tausend Dank an den BA 17 und das Kulturreferat für die großzügige  Unterstützung!

HIER DAS GESAMTE PROGRAMM IN AUSFÜHRLICH.

wir freuen uns übrigens riesig auf den 31. juli! freut ihr euch auch schon so?

11.00 - 11.45 nachbarschaftstreff am walchenseeplatz, bayrischzeller str. 5

the ukelites

Was als kleines Duo für Wohnzimmerkonzerte angefangen hatte – mit Miriam Hein als Sängerin an der Ukulele sowie Steffen Günter, der mit seinem kleinen Ukulelen-Bass erstaunlich sonore Bassbegleitungen beisteuern konnte – hat sich in der Live-Besetzung inzwischen zum Trio bzw. sogar zum Quartett ausgeweitet.

Da Wompl Wall inzwischen den Bass übernommen hat, muss der Zuhörer nicht mehr auf diesen verzichten, wenn Steffen Günter zur zweiten Ukulele, einer hawaiianischen Steel Guitar oder einem seiner Saxophone greift, während Luckie Bergner dazu einfallsreich die Jazz-Besen über sein Schlagzeug wirbeln lässt.

Die liebevollen Arrangements fast schon vergessener Lieder – größtenteils aus der Mitte des 20. Jahrhunderts stammend – konnten so noch verfeinert werden. Oft stammen diese aus dem großen Repertoire der Jazz- und Swing-Ära oder des afro-amerikanischen Rhythm’n’Blues, für den Miriam Heins tiefe und soulige Stimme wie geschaffen scheint. Aber auch Überraschungen aus Pop, Country oder hawaiianischen Exotika können zusätzlich überraschen. Das Ergebnis kann sich sowohl im Jazzclub als auch auf der Tanzfläche hören lassen. Langweilig wird es also nie mit den Ukelites, der ungewöhnlichen Band mit den interessanten Instrumenten.

 

Besetzung:

Miriam Hein: Gesang, Ukulele

Steffen Günter: Ukulele, Hawaiian Steel Guitar, Saxophon

Wompl Wall: Ukulelen-Bass

Ludwig Bergner: Schlagzeug

http://www.ukelites.de/about.html

 

11.00 - 11.45 trikont-  innenhof, kistlerstr. 1

bradatsch - deutscher beatpoet zwischen americana und indie

Foto: Sebastian Weidenbach
Foto: Sebastian Weidenbach

Philip Bradatsch ist wohl das Ungeheuerlichste, was die deutsche Indie-Szene in  den letzten Jahren hervorgebracht hat. Einer mit Attitüde, einer, der Haltung  einnimmt. Zwar sind ihm aktuelle Hörgewohnheiten oder Playlists mitnichten  egal, nur bedienen will er sie eben nicht. Stattdessen führt er sie mit  kryptischen, dylanesken Versatzstücken vor, erschafft einen Sog aus Bildern,  Räumen und Stimmen. Und überquert auch mal unverfroren die  Wohlfühlgrenze. Dann haut er sie raus, die verwerflichen Gefühle, die so  wahrhaftig sind, dass niemand sie zugeben mag. Nicht mal vor der Arroganz hat  er Angst, und schon gar nicht vor der deutschen Sprache, wie er nun auf seinem  neuen Album „Jesus von Haidhausen“ (Trikont, 13. März 2020) erstmalig  eindrucksvoll unter Beweis stellt. Nach dem ersten Zusammenzucken denkt  man, der traut sich was, aber sympathisches Understatement ist nicht Philip  Bradatschs Sache. Hinterher ist man froh, mit manch unliebsamem Gefühl nicht  alleine dazustehen. Und man ist beseelt von der musikalischen Fülle. Denn  Philip Bradatsch wartet mit Überraschungen auf, seine Songs ziehen langsam  herauf, beklemmen, bäumen sich wütend auf und lösen sich im nächsten  Moment in wundervolle Harmonien auf. Zwischen düster-bedrohlichen  Klangwelten plötzlich ein lakonischer Schmunzler, im dumpfen Weltschmerz auf  einmal eine Zärtlichkeit, die einem warm ums Herz werden lässt. Und hinter  ihm rumpeln, ächzen und rocken die fabelhaften Cola Rum Boys, dass es eine  wahre Freude ist. Solo oder im Band-Kollektiv, am Ende ist Philip Bradatsch wohl das, was sich so lange niemand zu vermissen getraut hat: Rock’n’Roll.  

https://www.philipbradatsch.com/

12.00 - 12.45 gemeindehaus der lutherkirche, weinbauernstr. 9

Lø Chuck - folk und acoustic punk

 

5 Münchner mit Leidenschaft für Bier, Whiskey und natürlich Bühnen aller Art spielen zusammen liebliche Irish-Folk-Melodien gemischt mit Akustik-Punk Elementen.

 

Besetzung:

Siwei Bai - Gesang
Andrej Voss - Fiddle, Mandoline, Gesang
Daniel Simon - Gitarre, Banjo, Gesang
Benjamin Gröschl - Bass
Philipp Summer - Cajon, Percussion, Gesang

http://www.loe-chuck.de/

12.30 - 13-15 lesegarten der stadtbibliothek giesing, deisenhofenerstr. 20

jasna schmuck - deutschsprachiger singersongwriterpop

 

 Jasnas Songs erzählen vom Hinfallen und wieder Aufstehen, von Freude, Liebe, Wut und Trauer und sollen sowohl zum Nachdenken als auch zum Mitgrooven und Spaß haben einladen.


Besetzung:
Jasna Schmuck - Gesang, Gitarre, Klavier
Benjamin Pflug - Cajon

 

https://www.jasnaschmuck.de/

13.45 - 14.30 TRIKONT-  INNENHOF, KISTLERSTR. 1

maxi pongratz - ex-kofelgschroa, akkordeonspieler und liedermacher

Foto:Andreas Schlumprecht crowny-productions.de
Foto:Andreas Schlumprecht crowny-productions.de

Maxi Pongratz, der Akkordeonspieler, Texter, Liedschreiber und ein Kofelgschroa der ersten Stunde, ist ein Pendler zwischen Groß- und Kleinstadt, zwischen München-Obergiesing und Oberammergau, zwischen dem großen Ganzen und dem oft übersehenen, wunderlichen Kleinen.

Ob Maxi P. in „Leiden“ von der manchmal schieren Unmöglichkeit Entscheidungen zu treffen erzählt, oder von einem sonnigen Sonntag, bei dem er so langsam unser Bild davon, wie so einer auszusehen hat, zerstört, immer bekommt durch seinen Blickwinkel die scheinbare Realität tiefe Risse und lässt uns irritiert oder mitgerissen zurück. Ob er nun Gras drüber wachsen lässt, obs plötzlich geistert, oder obs ums „Augenlied“ geht, fast immer bewegen wir uns mit Maxi Pongratz nicht nur auf zwei Ebenen.

Dass er mit Akkordeon oder Klavier in schnellen Schritten, oder plötzlich stockend und schleppend den musikalischen Grund für seine Gedanken legt macht manchmal glücklich, manchmal lässt es uns lachen aber manchmal bleibt uns selbiges auch im Halse stecken.

Auf Wunsch seiner Eltern zum Gärtner ausgebildet – ein anständiger Beruf war dem Vater, Trachtenvereinsvorstand in Oberammergau, wichtig und ein abweichender Weg unvorstellbar. Doch schon als Teenager scherte er aus, der Maxi Pongratz und tauschte die Harke gegen das Akkordeon und zieht musizierend von Wirtshaus zu Wirtshaus. Doch schon bald ist Schluss mit Solo und gemeinsam mit den Brüdern Martin und Michael von Mücke sowie Matthias Meichelböck geht’s jetzt von Bühne zu Bühne. In ihrem Heimatort Oberammergau sorgt ihre Version der traditionellen Blasmusik für einen Auf-‚schroa‘ – denn was mit der ‚Stubenmusi‘ begann und wogegen in Rock-Cover Bands rebelliert wurde, fand bei ‚Kofelgschroa‘ endlich ein eigenes, so noch nicht gesehen und gehörtes musikalisches Gewand. Das ureigene ‚rakata-rakata‘-Akkordeonspiel von Maxi Pongratz, seine Kompositionen und nicht zuletzt seine gerne dadaistisch- und valentinesk genannten Texte prägen den Sound von Kofelgschroa und diese 4-köpfige Kapelle erregt sehr bald, nicht nur in Bayern große Aufmerksamkeit.

Seit Anfang 2019 macht Kofelgschroa Pause, und Maxi Pongratz ist mit seinem Akkordeon wieder solo unterwegs.

https://maxipongratz.com/

14:00 - 14.45 kulturzentrum giesinger bahnhof, bahnhofsplatz 1

her tree - wald trifft stimme - Indie pop

Foto: Lena Semmelroggen
Foto: Lena Semmelroggen

Konventionelle Instrumente gibt es beim Musikprojekt her tree nicht. Sie singt. Der Wald spielt die Musik. Das hört man bis auf das eine oder andere Vogelgezwitscher im Hintergrund jedoch kaum. Vielmehr klingt der Wald, nach einer Mischung aus groovigem Pop und Indie-Musik.

Seit vier Jahren streift Alexandra Cumfe durch die Wälder, um Klänge zu sammeln. Neben Niederbayern nahm sie auch Wälder in Österreich, Slowenien und Thailand auf.

Mit dem Produzenten Max Spindler wurde die Natur zu einem „Spielkasten, um Instrumente zu bauen“. Mit einem Field-Recorder nahm sie die Sounds auf. Aus einer Schwebefliege bastelten sie den Bass, aus Holzgeräuschen ein Schlagzeug, aus ihrer Singstimme oder Vögeln ein Klavier.

Auf die Idee, aus Naturklängen urbane Sounds zu kreieren, kam Alexandra, als sie Abstand zum lauten Musikbusiness suchte und am 28.Mai 2021 haben sie ihr Debut Album released.

Besetzung:

Alex Cumfe - Stimme
Maximilian Spindler - Electronics
http://her-tree.com/

15:00 - 15:45 Münchenstift St Martin, st- martins-str. 34, Eingang über werinherstr. 33

hartmut zöbeley & klaus von saucken - „Musik, Musik, Musik“

Klaus von Saucken singt berühmte Schlagermelodien der 30er Jahre, begleitet von Hartmut Zöbeley am Piano. Lieder wie „Ein Freund, ein guter Freund“ bis hin zu den Caprifischern laden zum Mitsingen ein.  Ein Auftritt für gute Laune!

Klaus von Saucken, Bariton
Hartmut Zöbeley, Piano

https://hartmutzoebeley.de/

 

15.00 - 15.45 103er freizeittreff, perlacher str. 103

treibauf - bairisch-irischer balkan-ska

Allerweltsvoixtanz - Aller Welts Voixtanz: Das ist TREIBAUF, eine Münchner Band, die Bairische Musik, Ska, Balkanklänge und irische Musik zu einem europäischen Tradi-Mix vereint, der auf der Bühne explodiert. Nichts ist bei TREIBAUF, wie man es erwarten könnte, sondern alles ist überraschend und unerhört.

Die Band spielt alte Volkstänze und -lieder begleitet von treibenden Ska und Polkarhythmen. 

Der Kontrabass steht vorne, Geige, Ziach und E-Gitarre gleich daneben, der Groove ist im Raum.

Aber lauschen möchte man auch - Vor allem aber möchte man eines : Tanzen!
Besetzung:

Henny Hirschberger - Geige
Berit Weissenberger - Akkordeon
Landy Landinger - Stromgitarre

Tobias Andrelang - Gesang, Kontrabass

Tobias Radtke - Schlagzeug
https://www.treibauf-band.de/

15:30 - 16:15 Schinken-Peter, Perlacher Str. 53 -55

Maria Hafner - lose gruppe

 

Absurd Alltägliches aus der Feder von Flori Burgmayr.
Schön verschoben, zart gewagt.

Motto: Alois – oder Nichts.

Kurzgesagt: mimpfmöh

Mit Geige, Akordeon und Tuba und was sonst noch so in den Sinn, zwischen die Finger und aus dem Mund kommt.
Alles gespielt und gesungen von Maria Hafner und Flori Burgmayr.

 

https://mariahafner.de/

17.00 - 17.45 kulturzentrum giesinger bahnhof, bahnhofplatz 1

weiherer - (Bayerischer) Liedermacher

Foto: Christian Kaufmann
Foto: Christian Kaufmann

Ein Querkopf mit dem hinterhältigen Kichern des Boandlkramers, intelligenten Texten, mitreißender Musik und grandios bissigem Humor. Unermüdlich tourt der „niederbayerische Brutalpoet“ mit seiner mehrfach preisgekrönten Mischung aus Liedermacherei und Kabarett durch den deutschsprachigen Raum und geizt dabei nicht mit scharfzüngiger Kritik und deftigen Sprüchen. Kompromisslos, respektlos, meist politisch unkorrekt, oft gnadenlos komisch, aber immer beherzt.

Mit seiner langjährigen Bühnenerfahrung zeigt sich Weiherer spontan, witzig und schnörkellos. Berührungsängste hat er keine. Ein Volkssänger in bester bayerischer Hau-Drauf-Manier, denn ohne Zweifel ist Weiherer ein Meister im Derblecken und ein Poet des derben Dialekts. Der mutige Musiker mit einem Herz für Irrsinn und Wahnwitz hat eine riesengroße Klappe und jede Menge zu sagen. Weiherers Auftritte sind mehr grob geschnitztes Handwerk als fein geschliffene Kunst und seine saukomischen Alltagsgeschichten sind längst Kult. Der ungezügelte Redeschwall wird nur unterbrochen von ein paar Liedern, die einen bis ins Mark durchdringen. Vorgetragen mit einer dringlich näselnden Stimme in breitestem Dialekt, frei von Selbstgerechtigkeit, aber voller Herzblut. Tiefsinnig und absurd zugleich, kantig und verquer, immer ehrlich und direkt, jedoch nie verbittert.
http://www.weiherer.com/